Die Galerie der 100 Gründe

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Hier die Liste der 100 Gründe

  1. Weil Ursula Koch und Christiane Brunner bisher die einzigen Parteipräsidentinnen der SP Schweiz waren.
  2. Weil die SP mit Hildegard Fässler, Ursula Wyss und Ursula Hafner erst drei Fraktionschefinnen hatte.
  3. Weil die SP Frauen* die älteste Frauenpartei der Schweiz sind.
  4. Weil die SP Frauen zusammen mit der SP Schweiz bei der Abstimmung 1959 zum Frauenstimmrecht als einzige Partei die Ja-Parole beschlossen.
  5. Weil die SP Frauen* als erste die Bedeutung der Europäischen Menschenrechtskonvention für die Frauenrechte herausstrichen.
  6. Weil: „Wenn es um Macht geht, die Mann hat und Frau nicht, dann verhalten sich auch die Genossen wie Männer allgemein und weniger als von Gerechtigkeit beseelte Sozialdemokraten.“ (Sonya Schmidt, ehemalige Präsidentin der SP Frauen)
  7. Weil die SP Frauen nach der Nicht-Wahl der ersten Bundesratskandidatin Lilian Uchtenhagen den Austritt der SP aus der Landesregierung forderten.
  8. Weil Feminismus gerecht ist.
  9. Weil Mutterschaft für Frauen noch immer das grösste Armutsrisiko darstellt.
  10. Weil die erste SP-Bundesrätin Ruth Dreifuss mit der 10. AHV-Revision auch die unbezahlte Arbeit in die AHV miteinschloss.
  11. Weil die bisher grösste Demo der Schweiz der Frauenstreik von 1991 war und die SP Frauen diesen stark mittrugen und mitgestalteten.
  12. Weil die SP Frauen zur 700-Jahrfeier der Eidgenossenschaft „für die 700 Jahre männlich dominierte Eidgenossenschaft 7 Stunden weiblich dominierten Parteitag der SP Schweiz“ einforderten.
  13. Weil die SP Frauen* immer Humor hatten und in einer Broschüre beschrieben, wie die Schweiz von 14 Bundesrätinnen regiert wird, die aufgrund der Zauberformel ‚Abrakadabraham’ zur Exorzierung des Patriarchats die politische Macht übertragen erhalten haben. We like!
  14. Weil die SP Frauen in der Europafrage fortschrittlich und visionär waren und schon früh den EG- und später den EU-Beitritt forderten. 
  15. Weil von 116 Bundesräten in der Geschichte der Schweiz gerade mal 7 Frauen waren.
  16. Weil die SP erst 3 Bundesrätinnen hatte.
  17. Weil die Frauen zwar mitgemeint sind, aber in den entscheidenden Momenten (auch den linken) Männern keine fähige Frau in den Sinn kommt, die das Amt übernehmen kann.
  18. Weil die SP erst zweimal Generalsekretärinnen hatte.
  19. Weil die SP Frauen massgeblich an der Ausarbeitung des 1981 eingeführten Verfassungsartikels zur Gleichstellung der Geschlechter beteiligt waren.
  20. Weil in Gleichstellungsfragen immer Stillstand oder Rückschritte drohen, wenn die Frauen nicht aufpassen und nicht vernetzt sind.
  21. Weil die SP Schweiz in ihrer ganzen Geschichte selber noch keine gleichstellungspolitische Initiative lanciert hat.
  22. Weil eine 14-monatige Frauenmehrheit im Bundesrat gereicht hat, gewichtige Entscheide wie den Atomausstieg herbeizuführen.
  23. Weil eine 14-monatige Frauenmehrheit im Bundesrat dazu geführt hat, dass der Blick zum Auftakt titelte: «Leuthard eröffnet am ersten Tag den Zickenkrieg».
  24. Weil eine 14-montatige Frauenmehrheit im Bundesrat dazu geführt hat, dass der Rest der Welt dachte, die Gleichstellung sei nun erreicht.
  25. Weil Gleichstellung & Feminismus oft als „Betroffenheitspolitik“ verschrien werden.
  26. Weil sich Männer meist erst mit Gleichstellungsfragen beschäftigen, wenn sie selber Väter werden und damit selber von der ungerechten Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau betroffen sind.
  27. Weil die SP Frauen*- entgegen der heutigen Meinung – bereits Anfang 1990er-Jahren ihre Strukturen für Männer geöffnet haben. Es sind einfach nicht so viele gekommen.
  28. Weil der Anti-Feminismus erstarkt und «frau» sich besser zusammentut.
  29. Weil die SP Frauen* international vernetzt sind.
  30. Weil es als Frau nach wie vor sehr schwierig und belastend ist, einer Erwerbsarbeit nachzugehen, eine Familie zu haben und Politik zu betreiben.
  31. Weil der Vaterschaftsurlaub in der Schweiz 1 Tag dauert. 
  32. Weil Frauen für die gleiche Arbeit rund 20% weniger verdienen. 
  33. Weil Care-Berufe als «Frauentätigkeiten» gelten und daher schlechter bezahlt sind.
  34. Weil Frauen* einen Anteil von 61.1% an der unbezahlten Arbeit leisten.  
  35. Weil Frauen* mehr Teilzeit arbeiten und dafür tiefere Renten erhalten. 
  36. Weil der Bedarf der älter werdenden Bevölkerung an Betreuungs- und Sorgearbeit wächst. Diese kann nicht einfach gratis auf die Frauen abgewälzt werden. Die SP Frauen* haben dagegen Rezepte.
  37. Weil die SP Frauen* wissen, dass die feministische Ökonomie eine Wissenschaft der Zukunft ist.
  38. Weil die SP Frauen* sich für Flüchtlinge einsetzen.
  39. Weil die SP Frauen als erste politische Partei ein * im Namen haben und Geschlecht nicht nur binär verstehen. 
  40. Weil die symbolische Kraft des * darin erkennbar ist, dass viele Menschen sehr wütend werden. 
  41. Weil die Google-Suche «Christian Levrat und Feminismus» nicht wirklich zu Suchergebnissen führt.
  42. Das Suchergebnis ist ein Artikel über die JUSO, wie sie im Jahr 2010 die SP Frauen abschaffen wollten, weil es den Feminismus nicht mehr brauche und Gleichstellungspolitik reiche. Dümmste Idee ever!
  43. Weil die SP Frauen* darum nun der Stachel im Arsch der JUSO sind.  
  44. Weil viele SP-Männer noch immer an Podien teilnehmen, auf denen es keine Frauen hat. 
  45. Weil «Männernetzwerke» auch in der SP funktionieren und auch von jüngeren Genossen aktiv aufgebaut werden.
  46. Weil die SP Frauen* wissen, dass Care-Arbeit nicht nach Marktlogik funktioniert. 
  47. Weil weibliche Politikerinnen immer wieder massive sexistische Anfeindungen erdulden müssen. 
  48. Weil die SP Frauen* bereits in den 50-er Jahren Frauengruppen in allen Landesteilen hatten.
  49. Weil die SP Frauen Ende 1950er-Jahren das Leitbild der Frau und Mutter stark kritisierten und hinterfragten.
  50. Weil die wenigsten wissen, was das CEDAW ist, wozu die Istanbul-Konvention beiträgt und wie die Frauen* von internationalen Abkommen profitieren. 
  51. Weil Sexismus und Rassismus zusammenhängen. 
  52. Weil Frauen über Jahrzehnte Dinge benennen können, ohne dass ihnen zugehört wird. Und wenn es dann einmal ein Mann sagt, gibt’s grossen Applaus.
  53. Weil der „freiwillige Lohngleichheitsdialog“ gescheitert ist und es jetzt verbindliche Lohnkontrollen braucht!
  54. Weil die Frauenorganisationen im nationalen Parlament noch immer eine schlechte Lobby haben. 
  55. Weil es mehr Frauen* in der Finanzpolitik braucht. 
  56. Weil es mehr Frauen* in der Verkehrspolitik braucht. 
  57. Weil es mehr Frauen* in Planungskommissionen braucht.
  58. Weil man Anfang des 20. Jahrhunderts den Frauen das Stimmrecht verweigert hatte mit der Begründung, sie seien im Begriff „Bürger“ nicht mitgemeint. Heute verweigert man die Anpassung der Sprache mit der Begründung, wir seien selbstverständlich mitgemeint. 
  59. Weil das Frauenrentenalter relativ schnell erhöht werden konnte... im Vergleich zum Tempo bei der Umsetzung anderer feministischer Forderungen. 
  60. Weil wir imfall auch keine Lust mehr haben auf verregnete Demos. 
  61. Weil in den 70er-Jahren von den SP Frauen veranstaltete Teenachmittage, um Frauen für die Politik zu begeistern, dazu führten, dass Genossen androhten, „Gegenmassnahmen einzuleiten.“
  62. Weil die SP Frauen* immer dann am erfolgreichsten waren, wenn sie gegenüber der Gesamtpartei autonom handelten und auch mal Kritik formulierten.
  63. Weil die Frauenfrage nicht der Nebenwiderspruch ist. Und übrigens auch nie war.
  64. Weil das Ziel der SP Frauen* - die paritätische Vertretung der Geschlechter an allen Orten – auch heute noch das Ziel sein sollte.
  65. Weil eine Vertreterin der SP Frauen* einst sagte: „Die Männer wechseln, Adam ist immer wieder neu und versteht gar nichts, jede Zeit hat ihre eigenen (roten) Patriarchen.“
  66. Weil Tampons und Binden zu teuer sind.
  67. Weil Frauen immer noch zu oft schlecht bezahlte Berufe mit wenig Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten wählen. 
  68. Weil diese Berufe endlich höhere Löhne zahlen und bessere Perspektiven bieten sollten. 
  69. Weil Widerstand gegen herrschende Machtverhältnisse Spass macht. 
  70. Weil es keinen Sozialismus ohne Feminismus gibt. 
  71. Weil frauenspezifische Fluchtgründe endlich anerkannt werden sollen.
  72. Weil die SP Frauen* eine intensive Debatte über Sexarbeit führen. 
  73. Weil bei den SP Frauen* Frauen aus allen Landesteilen zusammenkommen: Unterschiedliche Herangehensweisen und Selbstverständnisse sind für uns eine Bereicherung.
  74. Weil es zu wenig Männer in den Schulpflegen und zu wenig Frauen in den Gemeinderäten gibt. 
  75. Weil die meisten Kinder den gleichen Familiennamen haben wir ihre Väter. 
  76. Weil es immer noch Männer gibt, die vom „Stammhalter“ träumen. Und weil auch Frauen Stämme halten können. 
  77. Weil Frauen die Salate zubereiten und die Männer am Grill stehen. 
  78. Weil so viele Frauen in ihrem Leben sexuelle und sexistische Belästigung erfahren. 
  79. Weil Mädchen auch pfeifen können. 
  80. Weil Frauen gleichzeitig schön und gescheit sein können. 
  81. Weil Fernsehmoderatorinnen hierzulande beschimpft werden, wenn sie nach der Geburt des Kindes wieder zur Arbeit gehen.
  82. Weil es auch Männer gibt, die nicht parkieren können.
  83. Weil Frauen* immer noch weniger Redezeit haben auf Podien und in Diskussionen. 
  84. Weil für Frauen* immer noch andere Standards gelten. Bei der Arbeit. In der Politik. Und sonstwo.
  85. Weil die Parteien immer noch selbstverständlich Männertickets bringen. 
  86. Weil immer noch bedeutend weniger Frauen* an Abstimmungen und Wahlen teilnehmen. 
  87. Weil sich Frauen* immer noch weniger zutrauen. Gerade in der Politik und in der Arbeitswelt. 
  88. Weil Frauen* immer noch untervertreten sind auf den Parteilisten. 
  89. Weil sexistische Witze immer noch zum Alltag gehören. 
  90. Weil Frauenprodukte teurer sind als die männlichen Pendants. 
  91. Weil Männer sich „von Natur aus“ mehr zutrauen als Frauen*.
  92. Weil es kaum Studien zu geschlechterspezifischen Auswirkungen politischer Entscheidungen gibt.
  93. Weil Frauensolidarität das Beste ist, was es gibt. 
  94. Weil 2016 Trump gewählt wurde. 
  95. Weil der historische Kampf für Frauenrechte nur der Anfang war.
  96. Weil SRF es auch 2017 noch schafft, reine Männer-Arenas und –Clubs zu organisieren.
  97. Weil 2017 in der Schweiz mehr als 15'000 Frauen* auf die Strasse gingen für ihre Rechte. 
  98. Weil Feministin immer noch ein Schimpfwort ist.
  99. Weil junge Frauen sich immer noch Sorgen um ihren Ruf machen müssen, wenn sie ihre Sexualität so leben, wie sie es wollen.
  100. Weil Frauen immer noch zu oft die ganze Verantwortung tragen für die Verhütung. 
 

 

 

 

27. Jul 2017